Zur Abwechslung mal spät am Abend trafen wir uns um 20 Uhr unter der Mensabrücke, um wieder einmal den Beginn einer neuen Exkursion einzuläuten. 19 angehende Logistiker und Wirtschaftsingenieure hatten sich diesmal versammelt, um Praxiseinblicke außerhalb des Studienalltages zu erlangen.

Kurz die Anwesenheit überprüft, uns auf die verschiedenen Autos verteilt und los ging´s.

Ziel unserer Reise? Das UPS Air Hub am Köln/Bonner Flughafen. Auf dem Programm stand dabei die komplexe Paketsortierung, sowie die Be- und Entladung der Luftfrachtcontainer live mitzuerleben.

Nach einer amüsanten Autofahrt und mit Vorfreude im Bauch kamen wir pünktlich gegen 22 Uhr an und begaben uns zum ausgemachten Treffpunkt. Nach kurzer Wartezeit ging es dann auch schon los. Wir wurden von unseren Betreuern abgeholt und wurden vorerst über die Sicherheitsvorschriften belehrt. Das diese strikt eingehalten werden, erfuhren wir auch prompt am eigenen Leib. Ein Exkursionsteilnehmer hatte seinen Personalausweis vergessen, wodurch es ihm leider unmöglich war an dem Programm teilzunehmen. Nachdem wir Überlebenden unseren gefallenen Kameraden schweren Herzens zurücklassen mussten, haben wir uns im nächsten Schritt durch die Sicherheitskontrolle gekämpft und wurden schließlich mit einem Bus zum Verwaltungsgebäude gebracht.

Man führte uns in einen Vortragsraum, wo uns bei einem kalten Getränk das Unternehmen nähergebracht wurde:

Das Paketdienst & Logistikunternehmen UPS sortiert und verschickt Express-Sendungen für die ganze Welt. Eine hocheffiziente Sortieranlage ermöglicht es Pakete innerhalb von 15 Minuten sicher durch die kilometerlange Fördertechnik zu transportieren und an der der richtigen Endstelle auszuschleusen. Auf diese Weise ist es möglich, dass Sendungen aus Europa noch am selben Tag ihren Empfänger in den USA erreichen. Das Hauptgeschehen an diesem Standort spielt sich dabei von 22 bis etwa 2:30 Uhr ab. Als Akteur mit der größten Betriebsfläche besitzt UPS besondere Vorzüge bezüglich Position und Abläufen gegenüber den anderen Speditionen, die sich am Flughafen angesiedelt haben.

Weitergehend folgte eine Führung durch die logistische Infrastruktur, die uns fast bis unters Dach auf Alugitterböden führte, durch die man auf die verschiedenen "Etagen" und Stationen hinabblicken konnte. Dabei wurde eine Personenführungsanlage eingesetzt, um auch bei gegebener Lautstärke miteinander kommunizieren zu können. Somit konnten stets spannende Fragen gestellt werden und ein kontinuierlicher gegenseitiger Dialog entstand.

Die erste Sehenswürdigkeit war das hauseigene Zoll- und Drogenfahndungsabteil, in dem auch Spürhunde zum Einsatz kommen. Für die Tiere wie ein Spiel mit Belohnung aufgebaut, gehen ihre Besitzer mit ihnen die Pakete ab und stellen sicher, dass alles in Ordnung ist.

Als nächstes sahen wir die Kleinsortierung auf Kippschalensortern, wobei die Pakete in Säcke je nach Region abgeworfen werden. Mit ihrem hohen Tempo haben die Mitarbeiter/-innen innerhalb kürzester Zeit die Säcke abgefertigt und sie auf ihren weiteren Weg geschickt.

Dann kamen wir zur Anlage zur Rückverfolgung unidentifizierter Pakete und sahen schließlich auch die Rollenbahn- und Schalensorter für größere Paketgüter.

Unser letztes Ziel innerhalb der Hallen war die ULD-Beladung, sowie wie auch die Wiegeanlage, wo wir das Gewicht unserer gesamten Gruppe herausfinden konnten.

Zum Schluss fuhren wir mit dem Bus über das Flugzeugvorfeld und konnten, neben interessanten Flugzeugfakten von unserem Fahrer, die verschieden großen Flugzeuge bei ihrer Abfertigung begutachten.

Circa um 0:30 Uhr waren wir fertig und bedankten uns mit einer kleinen Aufmerksamkeit bei unseren Betreuern. Wir machten uns auf den Weg zurück nach Dortmund, wo wir gegen 2 Uhr ankamen und man sich auch gleich ins Bett geschmissen hat.

 Danke an dieser Stelle an das UPS Welcome Center für die tollen Einblicke, die Fahrer, durch die wir flexibel unterwegs waren und natürlich an alle LogWingsLIVE-Mitglieder, die bei der Planung mitgewirkt haben.